Fessenden, Reginald Aubrey, * 1866 in East Bolten, Kanada, † 1932 Hamilton, Bermuda. Sein Vater war Pfarrer an einer kleinen Kirche. 1876 zog die Familie nach Niagara Falls, Ontario um. Hier kam Fessenden zur Schule und studierte dann an verschiedenen Universitäten. Seine erste Stelle bekam er als Prinzipal des Whitney Instituts auf Bermuda. Inzwischen hatte er sich entschlossen Erfinder zu werden, und damit begann für ihn ein sehr abwechslungsreiches Leben. Einige Daten daraus: Zuerst ging er nach New York zu Thomas Edison. In dessen New Jersey Laboratory graduierte er und wurde 1886 Assistent dort. In der Zeit begann die Freundschaft mit A.E. Kennelly. 1890 war er bei Westinghouse Electric and Manufacturing Co. 1892 wurde er Professor an der Purdue University. Nach einem Jahr wechselte er über zur Western University of Pennsylvania. 1900 arbeitete er beim U.S. Weather Bureau an drahtloser Wettervorhersage und Sturmwarnung. Er entwickelte einen elektrolytischen Detektor, der 1903 patentiert wurde. Fessenden besaß am Ende seines Lebens schließlich weit über 200 Patente. Der Untergang der Titanik 1912 regte seinen Erfindergeist an, Geräte zu bauen, die die Sicherheit auf See gewährleisteten. 1914 entstand eine Verbindung zu Frank und Halske in Berlin. 1919/20 diskutierte er mit De Golyer und später auch mit Karcher über eine Lizenz einer Geopysical Research Corporation. Ende der 20er Jahre setzte er sich zur Ruhe auf Bermuda.
SchriftenRecent work in molecular physiks, Franklin Inst. Journal, 1896.
Insulation and conduction, Amer. Inst. Electrical Engin Trans., 1898.
Electromagnetic mechanism, Franklin Inst. Journal, 1899.
Fessenden, Helen M.: R. A. Fessenden, Builder of Tomorrows. New York, 1940.
Archer, G. L.: History of Radio to 1926, S. 67 ff. New York, 1938.
Nachruf, New York Times, July, 24, 1932.